Wartung und Pflege

Wie fast jeder Gebrauchsgegenstand erfordert auch die Feuerstätte ein Mindestmass an Wartung und Pflege. Hier darf die Feuerstätte jedoch nicht isoliert betrachtet werden, sondern die gesamte Feuerungsanlage. Sie besteht aus 3 Einzelkomponenten

– den Schornstein,

– das Verbindungsstück und

– der Feuerstätte, die entsprechend gewartet und gereinigt werden müssen.

 

Schornstein

Der Schornstein wird vom Kaminkehrer in Abhängigkeit vom Brennstoffeinsatz und der Benutzungsdauer zwischen 1 und 4 mal im Jahr gekehrt. Schornsteine werden im Zuge der Reinigung auf ihre Ablagerungen hin überprüft, durchgekehrt und oder die Verbrennungsrückstände werden maschinell „abgeschlagen“. Eine besondere Beurteilung der Betriebs- und Brandsicherheit erfolgt durch die Feuerstättenschau zwei Mal innerhalb von sieben Jahren in die auch das Verbindungsstück und die Feuerstätte mit einbezogen sind.

 

Verbindungsstück

Das Verbindungsstück, Rauchrohr oder Rauchkanal, sollte mindestens so oft gereinigt werden als der dazugehörige Schornstein. Oftmals verschmutzen Rauchrohre weitaus intensiver als die Schorntseine, insbesondere dann, wenn das Rauchrohr sehr lange Wegstrecken bis zum Schornstein überbrücken muss. Nach Möglichkeit sollte dann das Rauchrohr wärmegedämmt sein um nicht zu stark abzukühlen. Durch die starke Abkühlung verstärken sich die Ablagerungen im Verbindungsstück. Sehr häufig verschmutzen auch die Rauchrohre wenn mehrere Richtungsänderungen für ein Absinken der Strömungsgeschwindigkeit sorgen und sich somit auch der „Zug“ verschlechtert. Besonders stark verschmutzen Rauchrohre und Kanäle wenn in der Feuerstätte schlechte Verbrennungsergebnisse erzielt werden. Schlechte Brennstoffqualität (z.B. feuchtes Holz), mangelhafte Feuerstätten oder Fehlbedienungen sind hier meist die Ursache. Am besten Sie sprechen mit dem Feuerstättenhersteller oder dem Schornsteinfeger wenn bei ihrer Feuerungsanlage ein solches Problem auftritt. Verbindungsstücke werden über Reinigungsöffnungen gesäubert oder können nach Möglichkeit zum Zwecke der Reinigung ausgebaut werden. Spezielle Bürsten sind als Zubehör im Handel erhältlich.

 

Feuerstätte

Die Feuerstätte erfordert die meiste Wartung und Pflege. So soll vor jedem Heizvorgang der Rost gesäubert und der Aschekasten bei Bedarf geleert werden. Auch die Lufteintrittsöffnungen sollten von Zeit zu Zeit kontrolliert werden, ob sie noch funktionsfähig, und ob nicht durch Staub- und Flusenablagerungen ihre Funktion beeinträchtigt wird. Feuerstätten für feste Brennstoffe verfügen in der Regel über eine Anheizklappe, die in der Anheizphase geöffnet sein soll. Die Wirksamkeit und Beweglichkeit kann durch Ablagerungen und Rost beeinträchtigt werden, deshalb ist auch dieses Stellglied gelegentlich zu überprüfen. Feuerstätten müssen je nach Konstruktion und Betriebsweise ca. alle 4 bis 6 Wochen gereinigt werden. Besonders in waagerechten sowie unter senkrechten „Zügen“ treten starke Ablagerungen von Ruß und Asche auf. Am meisten verschmutzen jedoch metallische Wärmetauscherflächen da diese die Rauchgase stark abkühlen. Meist werden bei der Neuanschaffung von Feuerstätten spezielle Bürsten und Kratzer für die Feuerstättenreinigung mitgeliefert, oder sie sind als Zubehör erhältlich. Die Reinigung der Feuerstätte sollte im kalten Zustand erfolgen. Die Reinigung sollte von der Feuerstelle aus in Richtung Abgasstutzen und nicht umgekehrt erfolgen. Am Ende der Heizperiode sollen Rost, Brennkammer, Schamotteeinsätze und Wärmetauscherflächen gründlich gereinigt und einer Sichtprüfung unterzogen werden. Technische Mängel können so frühzeitig erkannt und behoben werden.